Der deutsche Pfadfinderbund wurde kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs von Michael (Walter Jansen) neu gegründet. Außerdem Namen hat der DPB mit dem "deutschen Pfadfinderbund", welcher ab 1911 existierte und 1933 im Zuge der Gleichschaltung aufgelöst wurde, aber wenig gemeinsam. So war der "erste" DPB ein miltärisch-scoutistischer Pfadfinderbund mit sehr disziplinärem Gedankengut. Unser Bund hingegen ist ein bündischer und interkonfessioneller Bund, der sich von politischen Ereignissen und Machenschaften weitestgehend distanziert.

Ähnlichkeiten hat der DPB vielmehr mit der "Reichsschaft deutscher Pfadfinder". Diese existierte von 1932 bis 1934 und wurde auch von der NSDAP verboten. Viele Mitglieder trafen sich aber weiterhin im Untergrund und gaben sich zur Tarnung Fahrtennamen, eine Rafinesse, die heute zur Tradition geworden ist. Viele der Reichspfadfinder wurden später die ersten Pfadfinder des deutschen Pfadfinderbundes.

Die ersten Gruppen hatten ihren Standort in Berlin. Als dem DPB der Eintritt in den Ring Deutscher Pfadfinderbünde verwehrt wurde, grenzte man sich von den anderen Bünden ab und begann Dinge wie den Individualismus, Freiheit und Fahrt als Maxime an die Spitze der Arbeit des Bundes zu setzen. Bald verbreitet sich der Einzugsraum des DPB und somit auch seine/unsere Vorstellungen und Werte. Die erste Gruppe im Westen entstand übrigens hier, in Wiesbaden. 

1971 schrumpfte der DPB aufgrund von Meinungsverschiedenheit in den Fragen der Geschlechtertrennung und politischen Ausrichtung zusammen. Viele Mitglieder brachen vom Bundeslager auf und liefen zu anderen Bünden über, die sich im Zuge der Studentenbewegung stärker politisiert hatten.

Heute liegt die Mitgliederzahl des DPB bei 2000 bis 2500 Mitgliedern und die hauptsächlichen Einzugsgebiete sind Berlin, Nordrhein-Westfahlen und Franken (hoffentlich bald auch wieder Hessen ;) ).